Mókuska Caffè

Heute kommt die vielleicht großartigste und für uns wichtigste Ankündigung in dieser Woche, denn heute schreiben wir ein Stück Geschichte.

Wir hatten es bereits vor einiger Zeit schon gepostet, dass der Kaffeemarkt teilweise (noch immer) in menschenunwürdigen kolonialen Strukturen verhaftet ist und Börsenspekulationen auf Kaffeepreise in den letzten Jahrzehnten den Kaffeebauern nach und nach die Luft zum Atmen abgerungen haben. Wir haben uns in den letzten acht Monaten sehr intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt und waren auf der Suche nach einer Möglichkeit, hierbei unseren Teil beizutragen, und etwas an diesen Strukturen zu verbessern.

Zum Glück sind wir mit diesem Vorhaben nicht alleine und ein paar der großartigsten Köpfe der internationalen Spezialitätenkaffeeszene haben sich in mehreren Treffen zu einer Kampagne namens „The Pledge – Das Versprechen“ zusammengeschlossen. Hierbei geht es in erster Linie darum, eine Preistransparenz zu schaffen und aus dem heimlichen Gemauschel um Kaffeepreise zu kommen. Wir wollen zeigen, woher wir unseren Kaffee beziehen und welcher Anteil davon auch tatsächlich im Ursprung und somit den Produzenten bleibt. Denn Fakt ist: Kaffee ist für die Arbeit, die in diesem wundervollen Produkt steckt, viel zu billig!

Wir haben daher auf unserer Internetseite unter

https://www.mokuska-caffe.de/transparenz alle unsere eingekauften Kaffees offengelegt. Jeder der möchte, kann sich gerne dort anschauen von wo wir unseren Kaffee beziehen und wie sich der Einkaufspreis des Rohkaffees zusammensetzt. Mehr Informationen zu „The Pledge“ findet ihr unter https://www.transparency.coffee

Noch sind wir nur eine handvoll engagierte Röster, aber wir hoffen, dass unser Handeln auch andere Kollegen, Röstereien und Importeure dazu bewegt, ebenfalls transparenter in Bezug auf ihren Rohkaffeehandel zu werden. Nur so lässt es sich auf lange Sicht bewerkstelligen, den unzähligen Kleinbauern auf der Welt eine Perspektive im Kaffeehandel zu bieten. Wenn wir das nicht schaffen, sägen wir weiter fleißig an dem Ast, auf dem wir selber gerade sitzen!

Und bitte denkt daran: Jeder Einzelne von uns hat mit seinem Einkaufsverhalten eine Stimme. Ihr entscheidet, wohin Euer Geld geht. An anonyme Großkonzerne oder kleine(re) und mittelständige Unternehmen. Ihr entscheidet, ob Euer Stadt- oder Dorfbild von den üblichen Ketten der Multis dominiert wird, oder ob es noch eine Vielzahl an kleineren lokalen und regionalen Erzeugern und Geschäften gibt. Wir alle entscheiden das selbst – und zwar an jedem Tag, an dem wir einkaufen gehen.